Weniger Sahne, mehr Kuchen. Willkommen auf meinem Blog!

Okay. Ich muss zugeben, das hier ist schwieriger und nervenaufreibender als ich gedacht hätte. Was schreibt man in seinem ersten Blogeintrag? Wer liest das hier schon? Und ist das denn überhaupt wichtig?

Fragen über Fragen, die wie ich glaube besser zu beantworten sind, wenn man sich über die eigentlichen Beweggründe des Bloggens im Klaren ist.

Hier also meine Top 4:

Ich muss lernen, stolz auf meine Kenntnisse und mein Können zu sein. Ich habe festgestellt, dass ich mich in Gesellschaft von Schneidern oder Näherfahrenen immer wie ein kleines Kind fühle, welches Erwachsen sein spielt. Oder wie eine Hobbyjoggerin neben einem Marathonläufer. Naja, so viele Schneider oder Marathonläufer kenne ich nicht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass mein ‚Peinlichkeitsgefühl‘ völlig unbegründet ist. Hiermit möchte ich mir selbst und der ganzen Welt beweisen, dass ein gutes Nähprodukt nicht vom Berufsabschluss, sondern von der Konzentration, Begeisterung und Wissbegierde des jeweiligen Machers abhängig ist. Und dass man ohne schlechten Gewissens stolz sein kann.

Ich teile meine Näherfolge gerne mit anderen und möchte von meinen Misserfolgen lernen. Es gibt nichts schöneres als ein fertige genähtes Kleidungsstück meinen Liebsten vorzuführen oder auf Komplimente wie ‚Das ist ja ein schönes Portemonaie‘ antworten zu können: ‚Danke, hab ich selbst gemacht! Auf der anderen Seite fehlen mir jedoch konstruktive Kritik und Lösungsvorschläge, wenn ich mal nicht weiter weiß. ‚Wie zur Hölle funktioniert das mit dem Rollsaumfuß‘, höre ich mich noch fluchen und schimpfen. Dank Google, Youtube und Nählexika lassen sich die meisten Probleme zwar irgendwie klären, doch wäre es nicht noch viel schöner, Momente des ’nicht-weiter-wissens‘ mit Anderen zu teilen? Vielleicht lerne dadruch ja nicht nur ich, sondern auch ihr etwas dazu.

Ich möchte meinem Mantra ‚Mehr Kuchen, weniger Sahne‘ gerecht werden. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich habe schon des öfteren Kleider, Röcke, oder ähnliches genäht und die Schmuckstücke nach anfänglicher Euphorie direkt wieder in den Schrank gehängt. Wo sie dann hangen…und hangen… und es auch immer noch tun. Mit der Zeit musste ich mir eingestehen, dass die schönsten und am spannensten aussehenden Schnittmuster auch meist in den Kleidungsstücken resultieren, für die es ‚bestimmt irgendwann nochmal einen passenden Anlass gibt‘. Schluss damit. Sahne allein schmeckt auf Dauer nicht. Der Kuchen macht das ganze erst abwechslungsreich. Und so nahm ich mir vor, Kleidungsstücke zu nähen, die ich auch wirklich GEBRAUCHEN kann. Tshirts, Blusen und auch Kleider für den Alltag und das Leben. Mein Ziel: Mein Kleiderschrank soll handgemacht sein.

Selbstfindung. Ich gebe zu, dieses ‚Projekt Bloggen‘ hat auch ein bisschen was mit Selbstfindung zu tun. Nachdem ich nach einem 6-jährigem Aufenthalt in London vor ein paar Monaten ins sonnige Berlin gezogen bin versuche ich herauszufinden, was ich eigentlich will. Die Jobsuche gestaltet sich, ein wenig wie die Schnittmustersuche, getrost dem Motto: Klingt ja alles schön, aber ist das auch alltagstauglich?

Nachdem ich hier alles nochmal durchgelesen habe frage ich mich, wieviele Menschen (ausgenommen von denen, die mich kennen) das hier zu Ende lesen werden. Nichtsdestotrotz habe ich mich entschieden, diesen Text zu posten. Als Mutprobe sozusagen. Jetzt kann ich es nicht mehr zurücknehmen.

Bloggen ist so eine Art Experiment. Vielleicht geht es einigen Mit-Bloggern hier ja auch so? Habt ihr aus ähnlichen Gründen mit dem Bloggen angefangen? Besteht euer Kleiderschrank auch nur aus selbstgeschneiderten Kleidungsstücken oder habt ich euch das zum Ziel gesetzt?

Eines kann ich versprechen: im nächsten Eintrag lasse ich das philosophische Gelaber sein und schreibe vom Nähen!

Bis dahin, happy sewing!

Eure,

SewReal

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3 Kommentare zu “Weniger Sahne, mehr Kuchen. Willkommen auf meinem Blog!

  1. Liebe Sewreal, ja es gibt Menschen, die Deinen Text zu Ende lesen, obwohl sie dich nicht kennen 😉. Ich nähe seit meinem 18. Lebensjahr und Kleidung machen ist nun schon genauso lange mein Hobby, neben Beauty und Kosmetik. Lass Dich nicht entmutigen und pflege Deine Leidenschaft. Sowohl das Nähen als auch das Bloggen. Ich habe auch erst gerade eben meinen ersten Blog eröffnet und würde mich freuen, wenn Du mich mal besuchen würdest. Alles Liebe, Julielovesbeauty

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  2. Nun bin ich schon am Ende deines Blogs angekommen, schade, aber ich bin sooo gespannt, was da noch kommt. Ich mag deine Art zu schreiben und bin ganz überzeugt, dass du fantastisch nähen kannst. Also ich freue mich auf mehr.
    Liebe Grüße
    Fredi

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